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Heuanalyse

Wie wird eine Heuprobe entnommen?
Die Heuprobe sollte frühestens sechs Wochen nach dem Schnittzeitpunkt entnommen werden. Zu diesem Zeitpunkt sind Nacherwärmungs- und Fermentationsprozesse im Heu in der Regel abgeschlossen.

Heu von der gleichen Wiese
Es empfiehlt sich, mindestens fünf Einzelproben von jeweils etwa 200 g nach dem Zufallsprinzip aus verschiedenen Heuballen (mindestens drei Ballen) zu entnehmen. Wenn möglich sollten die Proben aus der Mitte der Ballen genommen werden. Werden nur Proben aus der Aussenhülle entnommen, kann das Ergebnis verfälscht werden.

Heu unterschiedlicher Herkunft
Wenn das Heu von verschiedenen Wiesen oder Lieferanten stammt, sollte die Probeentnahme entsprechend der späteren Fütterung erfolgen.

Zuerst stellt sich die Frage, ob die verschiedenen Heusorten gemischt oder nacheinander verfüttert werden (z. B. im ersten Halbjahr eine Heusorte, im zweiten Halbjahr eine andere).
  • Wenn das Heu gemischt verfüttert wird: Die Proben sollten im Verhältnis der gefütterten Menge entnommen werden. Beispiel: Wenn 10 Ballen Heu der Sorte A und 5 Ballen der Sorte B verfüttert werden, könnten etwa 7 Proben von Heu A und 3 Proben von Heu B entnommen werden.
  • Wenn das Heu nacheinander verfüttert wird: Dann empfiehlt es sich, für jede Lieferung bzw. Heupartie eine eigene Analyse durchführen zu lassen.
Auch hier erfolgt die Probenentnahme nach dem gleichen Prinzip wie oben beschrieben. Es ist jedoch sinnvoll, mehr Einzelproben (mindestens 10) zu entnehmen, damit die Gesamtprobe möglichst repräsentativ ist.

Vorbereitung der Probe für das Labor
Die entnommenen Einzelproben werden in einem sauberen Eimer oder  Gartensack gründlich gemischt. Anschliessend werden etwa 500–700 g der Mischprobe in eine saubere Papiertüte (z. B. Einkaufstüte oder Futtersack) abgefüllt. Plastiktüten sollten nicht verwendet werden, da die Probe darin schwitzen kann und das Ergebnis verfälscht wird.
Laborauftrag
Es gibt verschiedene Labore, die Heuanalysen anbieten. Bekannte Labore sind unter anderem:
  • LKS Labor (Deutschland) Sachsen
  • LUFA (Deutschland)
  • Eurofins (Schweiz)

Das Heu wird zusammen mit dem ausgefüllten Antragsformular (siehe Beispiel LKS Labor) an das Labor geschickt. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Analyseformular speziell für Pferde gewählt wird, da sich einige Berechnungen von denen für andere Tierarten unterscheiden.


Picture
Die Analyse sollte folgende Werte umfassen:
  • Grundwerte: Trockensubstanz (TS) , Rohfaser (Rfa), Zucker, Fruktan, Metabolisierbare Energie (ME, MJ), Dünndarmverdauliches Rohprotein (dvRp bzw. pcvXP)​
    Hinweis: Einige Labore geben Zucker und Fruktan zusammen als Gesamtzucker an. Wenn dies im Analysebericht nicht eindeutig ersichtlich ist, empfiehlt es sich, beim Labor nachzufragen.
  • Mengenelemente,: Kalzium (Ca), Phosphor (P), Natrium (Na), Magnesium (Mg), Chlorid (Cl),  Kalium (K)
  • Spurenelemente: Kupfer (Cu), Zink (Zn), Mangan (Mn), Eisen (Fe), Selen (Se), Jod (J)
    Hinweis: Stammt das Heu im Folgejahr von derselben Wiese, können die Spurenelemente Selen und Jod in vielen Fällen aus der Analyse des Vorjahres übernommen werden. In der Praxis zeigen diese Werte meist nur geringe Schwankungen.
Mikrobiologische Untersuchung
​Bei einer mikrobiologischen Analyse wird das Heu auf Schimmelpilze und Hefen (Mykotoxine) untersucht. Diese können entstehen, wenn Heu während der Ernte oder Lagerung zu feucht war.

Grundsätzlich ist eine solche Untersuchung empfehlenswert, insbesondere wenn das Heu empfindlichen Pferden gefüttert wird. Sie ist jedoch nicht zwingend notwendig, wenn das Heu einen sehr guten Eindruck macht (z. B. angenehmer Geruch, keine sichtbaren Verunreinigungen, keine Staubentwicklung).

Bestehen jedoch Zweifel an der Heuqualität – etwa durch muffigen Geruch, Staub, Verfärbungen oder gesundheitliche Probleme beim Pferd – sollte eine mikrobiologische Analyse gemacht  werden.

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